Kommentar : Dann eben Teilung

Durch den Wort- und Rechtsbruch Wladimir Putins sind in der Ostukraine Tatsachen geschaffen worden, die eine Rückkehr zum Status quo ante aussichtslos erscheinen lassen. Der Westen sollte daraus Konsequenzen ziehen.
Nach tagelanger Kesselschlacht um den Verkehrsknotenpunkt Debalzewe sind die ukrainischen Truppen abgezogen. Die prorussischen Separatisten triumphieren. Deren Moskauer Patrone hatten die Einnahme der Stadt von vornherein auf der Rechnung, als sie in Minsk eine „Waffenruhe“ vereinbarten, bei der die Waffen – vielleicht – erst dann ruhen sollten, wenn genügend territoriale Gewinne erzielt worden sind. Merkel und Hollande sind düpiert, Putin nimmt sie offenbar nicht ernst. Er konnte sich bei der Verkündung der Ergebnisse in der weißrussischen Hauptstadt ein Lächeln nicht verkneifen. Seine Kontrahenten hatten in Minsk nicht gelacht.


