Trauerfeier für Darja Dugina : Ein Tod für Kampf und Sieg

Moskau wirbt mit der getöteten Darja Dugina für einen „totalen Sieg“ über die Ukraine und fordert Geschlossenheit im Inneren. Der Anschlag wirft weiter Fragen auf.
Kommen in Russland Oppositionelle zu Tode, findet sich unter den „Versionen“ zum möglichen Hergang zuverlässig die These vom „sakralen Opfer“. Demnach töten Regimegegner einen der Ihren, um Präsident Wladimir Putin besser anschwärzen zu können. Derlei wurde zum Beispiel im Fall des 2015 nahe dem Kreml erschossenen Putin-Gegners Boris Nemzow behauptet. Verurteilt wurden später einige Tschetschenen als „Ausführende“. Doch die „Organisatoren“ des Mordes würden nun schon „2733 Tage gesucht“. Das rechneten unabhängige russische Journalisten am Montag vor, erinnerten an andere nicht aufgeklärte Morde und kontrastierten diese Fälle mit der Rekordzeit, in der der Geheimdienst FSB den Mord an Darja Dugina, der Tochter des radikalen russischen Nationalisten Alexander Dugin, aufgeklärt haben will: Von der Explosion des Geländewagens mit Dugina am Steuer am Samstagabend nahe Moskau bis zur Mitteilung, „ukrainische Geheimdienste“ hätten die Tat „vorbereitet und verübt“, vergingen nicht einmal zwei Tage.
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