Präsidentenwahl 2012 : Mit Gott in den Krawall

Im amerikanischen Wahlkampf zeichnet sich ein maximales Kontrastprogramm ab: Obama gegen Hardcore-Republikaner. Diese werden die Denunziation der Regierung ins Extreme steigern und so zumindest den Nerv ihrer Wähler treffen.
Eine Sorge wenigstens hat Präsident Barack Obama nicht: Im eigenen Lager macht ihm niemand die Kandidatur für eine zweite Amtszeit streitig. Er kann sich also aufs Regieren und aufs Spendensammeln konzentrieren und muss sich nicht schon zu Beginn der langen Wahlkampagne verausgaben. Dieser Vorteil ist nicht zu unterschätzen. Denn wenn ein amtierender Präsident bereits hitzige Vorwahlschlachten schlagen muss gegen Herausforderer in der eigenen Partei, geht er meistens angeschlagen in den Hauptwahlkampf. Das war bei Ford so und auch bei Carter. Beide hatten sich innerparteilicher Konkurrenten zu erwehren, beide wurden nicht wiedergewählt. Diese Gefahr droht Obama nicht. Wie groß aber ist die Gefahr, die sein „richtiger“ Gegner für ihn darstellt?






