FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);China nach Null-Covid :
Eine Stadt fragt sich, wofür all die Entbehrungen notwendig waren

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Zeit, nach vorn zu schauen: Menschen Mitte Januar auf einem Nachtmarkt in Ruili
Zeit, nach vorn zu schauen: Menschen Mitte Januar auf einem Nachtmarkt in RuiliAFP

200 Tage im Lockdown: Kein Ort in China hat so unter der Null-Covid-Politik gelitten wie die Stadt Ruili an der Grenze zu Myanmar. Das Leben kehrt nach Monaten des Stillstands nur langsam zurück.

Jiegao sieht aus wie die Kulisse für einen dieser Apokalypse-Filme, in denen der Held durch eine menschenleere Stadt läuft. Auf den Bürgersteigen sprießt das Un­kraut. Geschlossene Geschäfte reihen sich, Straße um Straße, aneinander. Vor ihren Eingängen sind die Rolltore he­runtergelassen. Den Schlössern sieht man an, dass sie seit Monaten nicht ge­öffnet wurden. Manche Tore sind mit Pa­pierstreifen versiegelt. Darauf steht in chi­nesischen Schriftzeichen „Grenzseuchenschutzüberwachungszone“.

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