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Syrien : Viele Tote in Daraa

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Nach Rebellenangaben haben Assad-Truppen in Daraa beim Beschuss eines Wohnviertels mindestens 17 Menschen getötet. Derweil wurde bekannt, dass bei Bombardierungen durch Regierungstruppen im Mai mindestens fünf syrische Reporter getötet wurden.

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          In der syrischen Rebellenhochburg Daraa hat die syrische Armee nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten in der Nacht zum Samstag mindestens 17 Menschen getötet. Wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden sie beim Beschuss eines Wohnviertels in der südsyrischen Stadt getötet. Unter den Opfern waren demnach auch neun Frauen und drei Kinder. Nach dem Beschuss sei es zu Gefechten zwischen Rebellen und Regierungstruppen gekommen, teilte die Beobachtungsstelle mit.

          In Syrien lässt Präsident Baschar al-Assad seit rund 15 Monaten eine Widerstandsbewegung brutal unterdrücken. Dabei wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle bisher mehr als 13.400 Menschen getötet, die meisten davon Zivilisten.

          Fünf syrische Journalisten bei Angriffen der Armee getötet

          Bei Bombardierungen durch Regierungstruppen sind einer Journalistenorganisation zufolge Ende Mai fünf syrische Reporter getötet worden. Wie das in New York ansässige Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) am Freitag (Ortszeit) mitteilte, kamen drei Reporter des Netzwerks Schaam News am 27. Mai ums Leben, als sie in der Hauptstadt Damaskus Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und Aufständischen filmten.

          Einen Tag später seien in der Rebellenhochburg Homs ein Bürgerjournalist und sein Kameramann getötet worden, als sie einen Angriff der syrischen Armee dokumentieren wollten. Schaam News stellt regelmäßig Videos der blutigen Unterdrückung der Widerstandsbewegung ins Internet, auf die dann auch internationale Medien bei ihrer Berichterstattung über den Syrien-Konflikt zurückgreifen.

          Dem Netzwerk zufolge hatten Geheimdienstagenten die Sicherheitskräfte über den Aufenthaltsort der drei Journalisten informiert. Dieser sei dann mit Granaten beschossen worden. Laut CPJ wurden in den vergangenen sechs Monaten mindestens neun einheimische und ausländische Journalisten in Syrien getötet.

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