Gazastreifen : Die Rückkehr des verlorenen Soldaten

Im Gazastreifen wird ein Spielfilm über die Entführung des Israelis Gilad Schalit gedreht - unterstützt von der islamistischen Hamas.
Es ist nicht einfach, einen Interviewtermin bei dem Schauspieler Muhammad Karara zu bekommen. Sein Brotberuf ist Feuerwehrmann. Jeweils 24 Stunden dauern seine Schichten in der Feuerwache im Norden von Gaza-Stadt. Wenn er dort nicht arbeitet, ist der 26 Jahre alte Palästinenser, der in einem Flüchtlingslager am Strand lebt, für niemanden zu sprechen. Kommt er nach Hause, tauscht der Familienvater seine Uniform und verwandelt sich in einen israelischen Soldaten. Aus Muhammad Karara wird Gilad Schalit, der bekannteste Israeli in Gaza. Mehr als fünf Jahre lang war er Gefangener der Hamas, bis er im Oktober 2011 nach Israel zurückkehrte. 1100 palästinensische Häftlinge wurden im Gegenzug aus israelischer Haft freigelassen. „Der verlorene Soldat“ heißt der erste Teil einer Spielfilm-Trilogie, die gerade in Gaza gedreht wird.





