https://www.faz.net/-gpf-9r9ip

Nach Missbrauchsurteil : Kardinal Pell legt abermals Berufung ein

  • Aktualisiert am

Kardinal George Pell geht gegen seine Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs in Berufung. Bild: dpa

Kardinal George Pell geht gegen seine Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs abermals in Revision. Es ist seine letzte Chance, einer längeren Haftstrafe zu entgehen. Nun muss Australiens oberstes Gericht entscheiden.

          1 Min.

          Der ehemalige Finanzchef des Vatikans, Kardinal George Pell, legt gegen seine Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen abermals Berufung ein. Der 78 Jahre alte Pell schaltete am Mittwoch Australiens oberstes Gericht ein, den High Court, wie bei Gericht in der Hauptstadt Canberra bestätigt wurde. Pell sitzt bereits seit März im Gefängnis. Die Berufung ist für ihn die letzte Chance, einer längeren Haftstrafe zu entgehen.

          Die ehemalige Nummer drei des Vatikans war im März wegen des Missbrauchs von zwei Chorknaben zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Der erste Versuch, das Urteil aufheben zu lassen, scheiterte im vergangenen Monat. Bleibt es dabei, kann Pell frühestens im Oktober 2022 aus der Haft entlassen werden. Dann wäre er 81 Jahre alt. Der High Court muss erst noch entscheiden, ob er den Fall überhaupt annimmt.

          Der Kardinal weist seit jeher alle Vorwürfe zurück. Der Australier ist der ranghöchste Geistliche in der Geschichte der katholischen Kirche, der jemals wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen verurteilt wurde. Der Fall reicht in die Jahre 1996/97 zurück, als Pell gerade Erzbischof von Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne geworden war. Nach einem Gottesdienst soll er sich an zwei Chorknaben vergangen haben, die erst 13 Jahre alt waren.

          Weitere Themen

          Harte Strafen im Separatistenprozess

          Katalanische Unabhängigkeit : Harte Strafen im Separatistenprozess

          Der spanische Oberste Gerichtshof hat Haftstrafen von bis zu 13 Jahren für die Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung verhängt. Gegen den ehemaligen Regionalpräsidenten Puidgedemont wurde ein neuer Europäischen Haftbefehl verhängt.

          Kurden rufen Assads Soldaten zur Hilfe Video-Seite öffnen

          Syrien : Kurden rufen Assads Soldaten zur Hilfe

          Nach dem Einmarsch Ankaras in den Norden Syriens haben die dortigen Kurden eine Vereinbarung mit der Regierung in Damaskus geschlossen, um gemeinsam gegen die Türken vorzugehen.

          Was das Klima kostet

          FAZ Plus Artikel: Die Grünen : Was das Klima kostet

          Den Grünen wird immer wieder vorgeworfen, mit ihrem Programm vor allem diejenigen anzusprechen, denen es nichts ausmacht, tiefer in die Tasche zu greifen. Fest steht: In höheren sozialen Schichten sind sie besonders erfolgreich.

          Topmeldungen

          DFB und Likes von Gündogan/Can : Nicht viel gelernt

          Die Nationalspieler Gündogan und Can können mit der Rücknahme ihrer Likes für den türkischen Soldatengruß eines Fußballkumpels die politische Diskussion nicht stoppen. Der DFB versucht abermals Schadenbegrenzung durch Schweigen und Beschwichtigen.

          Nobelpreis für Wirtschaft : Wie kann Armut gelindert werden?

          Esther Duflo aus Frankreich ist die zweite Frau in der Riege der Wirtschaftsnobelpreisträger. Wie Abhijit Banerjee aus Indien und der Amerikaner Michael Kremer forscht sie daran, wie die globale Armut gelindert werden kann – und soll.
          Königin Elisabeth II. am Montag im britischen Parlament neben ihrem Sohn, Prinz Charles.

          Britisches Unterhaus : Queen’s Speech – und dann?

          Die britische Königin hat an diesem Montag mit ihrer Rede das Parlament wiedereröffnet und die Politikvorhaben der Regierung vorgestellt. Im Brexit-Prozess ist das jedoch nur ein Intermezzo.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.