„Marsch der Unabhängigkeit“ :
Straßenschlacht an Polens Gedenktag

Von
Gerhard Gnauck, Warschau
Lesezeit:
Teilnehmer des „Marschs der Unabhängigkeit“ in Warschau 11. November
Teilnehmer des „Marschs der Unabhängigkeit“ in Warschau 11. NovemberEPA

Ungeachtet des Versammlungsverbots folgen Tausende in Warschau einem von Rechten zum Unabhängigkeitstag organisierten Marsch. Dessen Organisator hat im Zuge des Abtreibungsstreits linken Gruppen den „Krieg“ erklärt.

In Polen haben Staat und Gesellschaft am Mittwoch, dem Tag der Unabhängigkeit, an die Wiederherstellung der polnischen Staatlichkeit im Jahre 1918 erinnert. Die größte Aufmerksamkeit richtete sich dabei auf den seit Jahren von einer rechten Vereinigung organisierten „Marsch der Unabhängigkeit“ in Warschau. Nach dem Einspruch sowohl der nationalkonservativen Regierung als auch des liberalen Warschauer Bürgermeisters, die auf das Versammlungsverbot aufgrund der Pandemie hinwiesen, hatten die Organisatoren angekündigt, statt eines Umzugs mit üblicherweise Zehntausenden Teilnehmern einen Auto- und Motorradkorso zu veranstalten.

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