Die Katalonien-Krise :
Auf die Spitze getrieben

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Kataloniens Präsident Carles Puigdemont und sein Stellvertreter Oriol Junqueras zusammen mit Abgeordneten im Treppenhaus des katalonischen Parlaments
Kataloniens Präsident Carles Puigdemont und sein Stellvertreter Oriol Junqueras zusammen mit Abgeordneten im Treppenhaus des katalonischen ParlamentsAP

Schlag, Gegenschlag, Zusammenprall: Madrid und Barcelona treiben Spanien an den Rand des Abgrunds. Der Westen Europas hat so etwas seit vielen Jahrzehnten nicht erlebt. Man hält den Atem an. Ein Kommentar.

Gemeinhin rufen Regierungen zum „Dialog und zur Deeskalation“ auf, wenn sie sich zu bedrohlichen Entwicklungen fern von Europa äußern. Der Aufruf der Bundesregierung vom Freitag galt jedoch einem Konflikt in Westeuropa, einer Krise, die das moderne Spanien an den Rand des Abgrunds getrieben hat. Der Konflikt um das von Sezessionisten betriebene und von vielen Katalanen unterstützte Streben nach einem unabhängigen Katalonien – wider die spanische Verfassung – hat einen Punkt erreicht, an dem Appelle von außen nicht mehr gehört werden. Man hält den Atem an.

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