Migration über den Ärmelkanal : Die Opfer von Ausbeutung als Ausbeuter des Rechts

2015 wurde das neue „Gesetz zum Schutz vor moderner Sklaverei“ in Großbritannien als Durchbruch gefeiert. Jetzt gilt es vielen als Einfalltor für illegale Migranten.
Als das britische Parlament im März 2015 – ein gutes Jahr vor dem Brexit-Referendum – den „Modern Slavery Act“ verabschiedete, sprach die damalige Innenministerin Theresa May von einem „historischen Meilenstein“. Als erstes EU-Land sende Großbritannien „das denkbar stärkste Signal an Kriminelle“, dass sie für jede Form von Menschenhandel zur Rechenschaft gezogen werden, während gleichzeitig den Opfern signalisiert würde: „Ihr seid nicht allein – wir sind hier, um euch zu helfen.“
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