Griechische Wirtschaftskrise : Die Not schlägt Flammen

In Griechenland häufen sich Brände – weil Geld für Heizöl fehlt. Vielen Wohnungen fehlen geeignete Feuerstellen und wem der Strom abgestellt wurde, der kommt auf waghalsige Ideen.
Seit es auch in Teilen Griechenlands kalt geworden ist, hat die griechische Feuerwehr viel zu tun. Wohnungsbrände häufen sich, und nicht immer sind die professionellen Helfer rechtzeitig zur Stelle. An einem Tag Anfang Dezember kam ein 62 Jahre alter Mann im Athener Stadtteil Piräus ums Leben, nachdem seine Wohnung in der obersten Etage eines mehrstöckigen Mietshauses in Brand geraten war. Am gleichen Tag verbrannte eine 86 Jahre alte Frau in ihrer Hütte in einem Athener Vorort. Kurz zuvor war ein 54 Jahre alter Mann in der thrakischen Stadt Komotini seinen Verbrennungen erlegen. Er hatte in einem aufgegebenen Lagerhaus gehaust, das Feuer gefangen hatte. Eine 54 Jahre alte Frau aus Thessaloniki konnte dagegen in letzter Minute von der Feuerwehr aus ihrer in Brand geratenen Wohnung gerettet werden. Wegen unbezahlter Rechnungen hatten die Behörden die Wohnung der Frau von der Stromversorgung abgetrennt. Sie hatte stattdessen Kerzen als Quelle für Licht und Wärme genutzt. Eine Großmutter und ihr fünf Jahre altes Enkelkind, die ihre Wohnung ebenfalls mit Kerzen beleuchtet hatten, entgingen dem Tod nur knapp, nachdem ein Feuer ausgebrochen war.





