Ausschreitungen in Problemvierteln : Feuer in Stockholm

Im Stockholmer Stadtteil Husby brannten nun schon in der dritten Nacht in Folge Autos und Mülltonnen. Es sind die schwersten Ausschreitungen in Schweden seit Jahren.
Am Dienstagabend noch hatte Fredrik Reinfeldt zur Ruhe aufgerufen. Im Reichstag trat der schwedische Ministerpräsident vor die Presse und zeigte sich besorgt über die Krawalle im Stockholmer Stadtteil Husby. Nächte mit großer Unruhe, Beschädigungen und einschüchternder Atmosphäre habe man erlebt, sagte er. „Jetzt müssen alle, auch Eltern und Erwachsene, dabei helfen, wieder für Ruhe zu sorgen. Die Einwohner von Husby müssen ihre Nachbarschaft wieder zurückbekommen.“ Viele Einwohner folgten dem Aufruf tatsächlich und versammelten sich auf den Straßen ihres Viertels. Genutzt hat es freilich nichts. In der Nacht zum Mittwoch brannten wieder Autos und Mülltonnen, Fenster zerbarsten, und Steine flogen auf Polizisten. Es war die dritte Krawallnacht in Folge - und die Fortsetzung der schwersten Ausschreitungen in Schweden seit Jahren.





