EU-Beitritt der Ukraine : Von der Leyen verteilt Hausaufgaben

Die EU-Kommission empfiehlt den Mitgliedstaaten, die Ukraine und Moldau zu Kandidaten für den EU-Beitritt zu erklären. Doch bis die Verhandlungen beginnen können, müssen beide Länder einiges abarbeiten.
Alles im Prozess der EU-Erweiterung ist politisch – gerade deshalb wird es in Brüssel so technisch wie möglich präsentiert. Am Freitag konnte man diese Dynamik unter dem Brennglas studieren, als Ursula von der Leyen die Empfehlungen ihrer EU-Kommission zur Beitrittsreife der Ukraine, Moldaus und Georgiens vorstellte. Für Kiew und Chişinău hatte sie gute Nachrichten parat: Sie sollen sofort den Status von Beitrittskandidaten bekommen, müssen allerdings eine Reihe weiterer Reformen verwirklichen, bevor tatsächlich Verhandlungen beginnen könnten. Anders Tiflis: Das Land muss sich hinten anstellen und erst Auflagen erfüllen, bevor es sich Kandidat nennen darf. Hat dabei womöglich eine Rolle gespielt, dass sich die Ukraine momentan im Krieg mit Russland befindet, während es in Georgien „nur“ einen seit vierzehn Jahren eingefrorenen Konflikt gibt?
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