Ennahda-Partei in Tunesien : Warum die Islamisten immer weniger Menschen mobilisieren

Seit dem Beginn der politischen Krise in Tunesien zeigt sich, wie schwach die Islamisten mittlerweile geworden sind. Nur noch wenige folgen den Demonstrationsaufrufen der Ennahda-Partei. Die mobilisierte einst die Massen.
Seit der friedlichen Revolution im Jahr 2011 war die islamistische Ennahda-Partei an fast jeder tunesischen Regierung beteiligt und bis heute ist sie stärkste Kraft im Parlament. Doch seit dem Beginn der großen politischen Krise vor zwei Wochen zeigt sich, wie schwach die Islamisten mittlerweile geworden sind: Ennahda hat die Proteste gegen Präsident Kaïs Saïed abgesagt, der Ende Juli die Regierung entlassen und die Parlamentsabgeordneten für einen Monat nach Hause geschickt hatte. Nur wenige waren den Demonstrationsaufrufen der Islamisten, die einst die Massen auf Tunesiens Straßen mobilisiert haben, gefolgt.
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