Wie Peking mit Kritik umgeht : Chinas Rambo-Diplomatie

Peking reagiert mit immer schrilleren Tönen auf Kritik an seinem Umgang mit der Covid-19-Pandemie. Dahinter steckt Kalkül. Doch die Strategie birgt Risiken.
Chinas Staatsmedien haben sich in den vergangenen Tagen auf den amerikanischen Außenminister Mike Pompeo eingeschossen. In der wichtigsten Nachrichtensendung im Fernsehen wurde er gleich vier Tage hintereinander wüst beschimpft. Pompeo sei ein „Feind der Menschheit“, der die Welt mit einem „politischen Virus“ infiziere und „mit dem Anteil an Lügen in seinen Reden einen Weltrekord“ aufgestellt habe, hieß es da. Die Äußerungen stachen nicht nur als besonders scharf im Ton hervor. Sie waren auch außergewöhnlich, weil sie den Außenminister namentlich angriffen.
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