Nach Corona-Protesten : Wie Chinas Justiz ein Exempel statuiert

Drei Monate sind die Proteste gegen Xi Jinpings Corona-Politik her. Die strengen Maßnahmen sind längst Geschichte. Eine junge Lehrerin aber sitzt noch immer in Haft. Ein Telegram-Chat könnte ihr zum Verhängnis werden.
Als Zhai Dengrui in der Nacht des 27. November nach Hause kommt, ist sie aufgeregt. Sie hat das Gefühl, an einem besonderen Moment teilgehabt zu haben. Im Pekinger Botschaftsviertel hatten sich an jenem Abend Hunderte versammelt, um gegen Chinas Null-Covid-Politik zu protestieren. In anderen chinesischen Städten gab es ähnliche Mahnwachen. Einen derart ortsübergreifenden Protest hatte es in China seit 1989 nicht gegeben. Zhai Dengrui, eine junge Lehrerin, die erst vor Kurzem ihr Studium beendet hat, ist an jenem Abend nur eine unter vielen.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





