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Ohne Test in den Supermarkt : China lockert Corona-Auflagen

  • Aktualisiert am

Anstehen an einer Coronavirus-Teststelle in Peking Anfang November Bild: dpa

Mit strikten Lockdowns und Massentests versucht China, die Verbreitung des Coronavirus zu begrenzen. Das gilt wohl weiterhin. Aber nach den jüngsten Protesten gibt es kleine Lockerungen.

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          In China werden trotz hoher Neuinfektionszahlen weitere Corona-Auflagen gelockert. In der Hauptstadt Peking wurden am Samstag Teststationen geschlossen und abgebaut. Für den Gang in den Supermarkt ist kein negativer Test mehr nötig, ab Montag darf auch die U-Bahn ohne einen solchen Nachweis wieder genutzt werden. Zum Betreten von Büros und anderer Gebäude muss aber nach wie vor vorgelegt werden, dass keine Corona-Infektion vorliegt.

          An den verbliebenen Teststationen bildeten sich daher weiter lange Schlangen. Auch in Shenzen darf der öffentliche Nahverkehr wieder ohne Corona-Test genutzt werden, der Zugang zu Parks ist ebenfalls ohne Auflagen möglich. Die Städte Chengdu und Tianjin hatten dies bereits angekündigt.

          Keine Abkehr von der Null-Covid-Strategie

          Am vergangenen Wochenende hatte es in vielen Städten Chinas Proteste gegen die strenge Auslegung der Null-Covid-Politik von Präsident Xi Jinping gegeben. Diese stützt sich unter anderem auf strikte Lockdowns. Das bremst die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt allerdings aus. Das für dieses Jahr erwartete Wachstum dürfte eines der schwächsten seit fast einem halben Jahrhundert sein.

          Insidern zufolge bereitet China weiterreichende Lockerungen vor. So sollen sich positiv auf Corona geteste Menschen unter bestimmten Voraussetzungen zu Hause isolieren dürfen. Laut Analysten handelt es sich dabei aber nicht um eine grundlegende Änderung der Corona-Politik. Eine Abkehr der Null-Covid-Strategie sei nicht vor März zu erwarten. Eine der Voraussetzung sei ein Erfolg der kürzlich intensivierten Impfkampagne bei Älteren.

          Am Samstag meldete China 32.827 lokal übertragene Neuinfektionen, knapp 2000 weniger als am Tag zuvor. Die höchste Zahl an gemeldeten Neuinfektion binnen Jahresfrist seit Ausbruch der Pandemie lag erst von einigen Tagen bei über 40.000.

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