Nach Rechtsextremen-Demo :
FBI übernimmt Ermittlungen zu Auto-Attacke von Charlottesville

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Polizeibeamte am Tatort in Charlottesville, wo ein Auto in Gegendemonstranten gerast ist.
Polizeibeamte am Tatort in Charlottesville, wo ein Auto in Gegendemonstranten gerast ist.EPA

In Charlottesville ist eine junge Frau getötet worden, als ein Auto in die Gegendemonstration raste. Justizminister Session spricht von Verrat an Amerikas wichtigsten Werten.

Die amerikanische Bundespolizei FBI hat die Ermittlungen zu der tödlichen Auto-Attacke in der Stadt Charlottesville übernommen. Der Fall werde als möglicher Verstoß gegen die Bürgerrechtsgesetze behandelt, teilte das FBI am Samstagabend mit. Als Verdächtigen hat die Polizei den 20 Jahre alten James Alex Fields Junior in Gewahrsam genommen. Er soll sein Auto vorsätzlich in eine Gruppe von Menschen gesteuert haben, die gegen eine Kundgebung von rechtsextremen und teils rassistischen Gruppen in Charlottesville protestiert haben.

Bei der Attacke war eine Frau getötet worden, 19 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Ob der Verdächtige ein politisches Motiv hatte, war zunächst unklar.

Amerikas Justizminister Jeff Sessions übte scharfe Kritik an dem Gedankengut der rechtsextremen Marschierer in Charlottesville. „Wenn Rassismus und Hass zu solchen Handlungen führen, dann ist das Verrat an unseren wichtigsten Werten und kann nicht toleriert werden“, erklärte er. Die Gewalt in Charlottesville treffe „das Herz von Recht und Ordnung in Amerika“.

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Sessions war im Wahlkampf ein enger Verbündeter von Präsident Donald Trump; Meinungsverschiedenheiten zu den Ermittlungen in der Russland-Affäre haben das Verhältnis zwischen beiden aber abkühlen lassen. Trump hatte nach den Ausschreitungen in Charlottesville in allgemeiner Form die Gewalt kritisiert; auch in seiner eigenen Partei zog er sich daraufhin Kritik zu, weil er die Rechtsextremisten nicht ausdrücklich als Urheber benannte.

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