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Jeanine Añez : Boliviens Interimspräsidentin mit Coronavirus infiziert

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Jeanine Añez am 12. Juni bei einem Corona-Test in Boliviens Hauptstadt La Paz. Bild: EPA

Nach Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro und dem honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández trifft das Virus die dritte Regierungschefin in Lateinamerika.

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          Die bolivianische Interimspräsidentin Jeanine Añez hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie fühle sich gut und werde die kommenden zwei Wochen in Quarantäne bleiben, sagte sie am Donnerstag in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Sie werde die Regierungsgeschäfte weiter von zu Hause aus führen.

          Die frühere Senatorin Añez war im vergangenen Jahr an die Staatsspitze gerückt, nachdem der ehemalige Präsident Evo Morales nach seiner umstrittenen Wiederwahl auf Druck des Militärs zurückgetreten und ins Exil geflohen war. Am 6. September soll es Neuwahlen geben.

          Nach Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro und dem honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández ist Añez die dritte Regierungschefin in Lateinamerika, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. In Bolivien haben sich bislang 42 984 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 1577 Patienten sind im Zusammenhang mir der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

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