Champions League : Das riskante Finalturnier in Lissabon

Die Champions-League-Endrunde in Lissabon sollte ein Signal sein – jetzt steigen in der Region die Corona-Zahlen. Zur Auslosung der K.-o.-Spiele schwindet auch die leise Hoffnung auf Zuschauer.
Die Grenzen zwischen Politik und Sport verlaufen in Portugal immer dann fließend, wenn es um den Fußball geht. Als die Uefa ihre Entscheidung bekanntgab, die Endrunde der Champions League Mitte August in Lissabon auszutragen, trafen sich der Premierminister, der Parlamentspräsident, der Bürgermeister von Lissabon und der Chef des portugiesischen Fußballverbandes im Garten des Staatspräsidenten. „Das ist jetzt schon ein Sieg für alle Portugiesen. Sie haben der Pandemie großartig widerstanden und sie überwunden“, sagte der sozialistische Regierungschef António Costa mit viel Pathos in der Stimme. Pünktlich zum Beginn der Sommerreisesaison wollte Portugals geballte politische Elite ein Zeichen setzen, dass das Land ein sicheres Reiseziel sei.





