Was wird aus den UN? :
Ernüchternde Erfahrungen in New York

Klaus-Dieter Frankenberger
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Sitzung des UN-Sicherheitsrates im Juni 2020
Sitzung des UN-Sicherheitsrates im Juni 2020dpa

Zwei Jahre lang war Deutschland Mitglied im UN-Sicherheitsrat – und verlor in dieser Zeit (fast) alle Illusionen. Jetzt zieht Außenminister Maas eine ernüchterte Bilanz.

Aus Erfahrung wird man klug, weiß der Volksmund. Am Ende der zweijährigen Mitgliedschaft Deutschlands im UN-Sicherheitsrat ist Außenminister Heiko Maas (SPD) ernüchtert, ja desillusioniert von dem, was er und die deutschen Diplomaten in New York erlebt haben. Nur noch bedingt handlungsfähig sei der Rat, sagt Maas – ausgerechnet in dem Jahr, in dem die Weltorganisation ihre Gründung vor 75 Jahren gefeiert hat. Aber so ist es, wenn die privilegierten Mitglieder – diejenigen, die einen ständigen Sitz innehaben und mit Vetorecht ausgestattet sind – sich nicht einig sind. Dann ist das Gremium paralysiert. Russland, China und die Vereinigten Staaten waren sich oft nicht einig. Menschen in Kriegs- und Konfliktgebieten, jenen, die auf Hilfe angewiesen sind, kommt diese Uneinigkeit teuer zu stehen.

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