Schon einmal auf verlorenem Posten
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Flucht vor den Siegern: Südvietnamesische Zivilisten und Militärs werden von amerikanischen Helikoptern von der Botschaft der Vereinigten Staaten in Saigon aus am 30. April 1975 ausgeflogen. Bild: dpa
1973 verließen die Amerikaner nach jahrelangem Krieg Vietnam – zwei Jahre später fiel Saigon. Die damalige Lage erinnert fatal an die aktuelle Situation in Afghanistan.
Der amerikanische Präsident hatte versprochen, die eigenen Soldaten aus dem unpopulären Krieg nach Hause zu holen. Die lokale Regierung, so der Plan, sollte mit dem jahrelang gemeinsam bekämpften Gegner nun allein fertig werden. Dafür wurde materielle Hilfe in Aussicht gestellt. Das klingt alles sehr vertraut und aktuell, nach Afghanistan 2021. Die Rede ist aber von Südvietnam in den Jahren 1973 bis 1975.
Am 27. Januar 1973 schlossen die Vereinigten Staaten und das kommunistische Nordvietnam sowie die mit Amerika verbündete Regierung im Südteil Vietnams in Paris ein Abkommen, das den jahrzehntelangen Krieg in dem südostasiatischen Land beenden sollte. Die Amerikaner sagten zu, innerhalb weniger Wochen alle ihre verbliebenen Kampftruppen aus Vietnam abzuziehen. Diese Zusage hielten sie auch ein. Offizielles Ziel des Friedensabkommens war eine nationale Aussöhnung in Südvietnam.
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