„Amerika lebt von einer Spannung, die nie ganz aufgelöst wird“
Die USA werden 250 Jahre alt. Der Historiker Hiram Kümper spricht über ihre Gründung, Freiheitsversprechen, Sklaverei – und die Frage, ob Donald Trump nur eine Episode ist.
Postkoloniale Aktivisten erregen immer wieder Aufsehen mit Holocaust-Vergleichen. Eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin verfolgt die Debatte bis in die Dreißigerjahre zurück. Und zieht daraus einen klaren Schluss.
Die USA werden 250 Jahre alt. Der Historiker Hiram Kümper spricht über ihre Gründung, Freiheitsversprechen, Sklaverei – und die Frage, ob Donald Trump nur eine Episode ist.
Auch in asymmetrischen Beschäftigungsverhältnissen hat die schwächere Seite Spielräume: Historiker des deutschen Kolonialismus suchen sich ihre Themen verstärkt in der Arbeitswelt.
Plantagenland in Bürgerhand: Willem de Rooij blickt mit den Gemälden von Dirk Valkenburg auf den niederländischen Kolonialismus des siebzehnten Jahrhunderts – eine Ausstellung im Centraal Museum in Utrecht.
Das Museum Wiesbaden untersucht sein koloniales Erbe in einer Sonderausstellung. Woher stammen die Alltagsgegenstände?
Mit dem neuen Gedenkstättenkonzept des Bundes legt Kulturstaatsminister Weimer sein erstes Projekt mit eigener Handschrift vor. In einem wesentlichen Punkt unterscheidet es sich vom Entwurf seiner Vorgängerin Claudia Roth.
Des einen Gewinn ist des anderen Verlust, so heißt es oft. Ökonomen wissen, dass es besser geht.
Indigene Gruppen aus Südamerika diskutieren an der Universität Lüneburg den Umgang mit kolonialen Gütern. Wie reagiert die Sozialwissenschaft auf den Anspruch spiritueller Sichtweisen?
Die Kritik postkolonialer Theoretiker am westlichen Kolonialismus blendet den langen Strang imperialer Geschichte gewöhnlich aus. Daraus entstehen verzerrte Geschichtsbilder, die neue Machtgelüste bedienen.
65 Billionen Dollar soll das britische Empire den Indern geraubt haben. Die Rechnung ist fragwürdig.
Entweder gab es zu wenig oder zu viel davon: Corey Ross zeigt, was die Beherrschung des Wassers mit der Geschichte des Imperialismus zu tun hat.
Viehzucht, Malaria und die Weißen: Will man die Umweltgeschichte Afrikas erzählen, muss man neben der Natur und Krankheiten auch Machtfragen und den Imperialismus in den Blick nehmen.
Fridays for Future Frankfurt demonstrierte an der Alten Oper für Klimagerechtigkeit und den Zusammenhang zwischen Klima und Kolonialismus.
Schuld ist das Schlüsselthema der extremen Rechten – und Beleg für die zerstörerische Kraft der Identitätspolitik. Eine Dankesrede bei der Verleihung des Frank-Schirrmacher-Preises.
Mit Umweg über Peking: Wie die Kritik des eliminatorischen Kolonialismus über den Vergleich mit dem Holocaust in der namibischen Unabhängigkeitsbewegung ihre Sprache fand.
Lucy Gasser und Anna von Rath zeichnen die Debatte um eine gendergerechte und rassismuskritische Sprache nach. Für sie ist klar: Der Sprachwandel muss forciert werden, damit die Welt gerechter wird. Leider kommen die Gegenargumente zu kurz.
Darf man die nordamerikanischen Ureinwohner Indianer nennen? Allerdings, sagt die Vorsitzende des Verbands der Native Americans in Deutschland. Sie beklagt, der Begriff werde aus Unwissenheit kritisiert. Es wäre nicht das erste Mal.
Der Besuch des Königpaars in Canberra wird von Protest begleitet. Die Senatorin, die laut das Schicksal der Ureinwohner beklagt, spricht vielen aus der Seele.
Die Aufmerksamkeit für Deutschlands koloniale Vergangenheit wächst nicht nur im akademischen Betrieb – sondern ebenso in der Politik. Von Interesse ist dabei auch das Auswärtige Amt.
Koloniale Blicke einmal anders: Das Wiener Photoinstitut Bonartes untersucht die Sammlung des Anthropologenehepaars Emma und Felix von Luschan. Die Fotos zeigen eine Vergangenheit, die bis heute nachwirkt.
Büffel und Haie hat der Mensch schon dezimiert. Weitere Tierarten könnten folgen, denn das Aussterben einer Art befördert dasjenige einer anderen. Wie mehr Daten gegen das Artensterben helfen könnten.
Beruht der westliche Wohlstand auf Imperialismus? Studien lassen daran zweifeln.
Der Kolonialismus hat uns etwas eingepflanzt, das wir aus unseren Köpfen herausbekommen müssen: Ein Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Ibou Diop, der für Berlin ein Erinnerungskonzept entwickelt hat.
Die Leiter der deutschen Gedenkstätten kritisieren in seltener Einmütigkeit das Konzept der Kulturstaatsministerin zur Erinnerungskultur. Ein Blick in das Papier zeigt: Sie haben recht.
Das Verhältnis zwischen Kolonialherren und unterworfener Bevölkerung ist kompliziert. Wer nur Exzesse und Barbarei oder geschickt agierende Afrikaner im Blick hat, wird es nicht verstehen können.
Anna Sophie Herken sitzt seit kurzem im Vorstand der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Sie will Entwicklungsländern eine lebenswerte Zukunft ermöglichen – und die deutsche Entwicklungshilfe weiblicher machen.
Seine Ur-Ur-Großvater gehörte zu den größten Profiteuren der Sklaverei, jetzt entschuldigt sich Charlie Gladstone im Namen der Familie für vergangenes Unrecht.
Fortpflanzung, Nahrungserwerb, Feinde: Wer Tieren mit solchen Kategorien beikommen will, betreibt Charles Foster zufolge eine Form des Kolonialismus. Wie aber sollte man sonst über andere Lebewesen sprechen?
Außenministerin Annalena Baerbock spricht bei der F.A.Z. mit Bürgern über neokolonialistisches Verhalten gegenüber anderen Ländern, feministische Außenpolitik – und Verbesserungsbedarf in der Kommunikation.
Eine Berliner Ausstellung will den Anteil Preußens an den Verbrechen des europäischen Kolonialismus zeigen. Aber ihr fehlt der Sinn für historische Zusammenhänge.
Der britische Makel: Philippe Sands erzählt anhand des Chagos-Archipels über das Prinzip des Selbstbestimmungsrechts der Völker in den späten Tagen des Kolonialismus.
George Berkeley ist mittlerweile als Sklavenhalter verschrien. Das Trinity College hat seinen Namen gerade aus der nach ihm benannten Bibliothek gestrichen.
Welche Rolle spielten hanseatische Kaufleute bei der Gründung deutscher Kolonien in Afrika, Ozeanien und China? Dietmar Pieper geht in seinem Buch auf eine spannende Spurensuche.
Gesellschaften der Kolonien verstehen: George Steinmetz erinnert an eine unterbelichtete Facette der Geschichte der Soziologie.
Der Berliner NGbK zeigt die andauernden Auswirkungen des russischen Kolonialismus auf ethnische Minderheiten. Macht Hass auf den Kapitalismus blind für Stalins und Putins Untaten?
Eine provokante wie plausible Perspektive auf die Weltgeschichte: Howard W. French zeigt, dass sich der Aufstieg des Westens zu einem großen Teil der Ausbeutung Afrikas verdankt.
Das Russische Museum in Sankt Petersburg zeigt Bilder von Eroberungskriegen. Gleichzeitig tut Putins Propaganda so, als hätte Russland niemals andere Länder angegriffen.