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Britische Buße für Sklaverei

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Seine Ur-Ur-Großvater gehörte zu den größten Profiteuren der Sklaverei, jetzt entschuldigt sich Charlie Gladstone im Namen der Familie für vergangenes Unrecht.

Der Ururenkel des viermaligen britischen Premierministers William Gladstone wird in dieser Woche nach Guyana reisen, um sich anlässlich des 200. Jahrestages des Demerara-Sklavenaufstandes für die Rolle seiner Familie in der Sklavereivergangenheit zu entschuldigen. Der blutig niedergeschlagene Aufstand, an dem sich Tausende von Sklaven beteiligten, begann auf einer der Zuckerplantagen von William Gladstones Vater, dem Kaufmann und Philan­thropen John Gladstone. Dieser gehörte nach der Abschaffung der Sklaverei 1833 mit 109.000 Pfund, rund sechzehn Milliarden nach heutigem Wert, zu den größten Begünstigten der Entschädigungen, die an britische Sklavenhalter ausgezahlt wurden. Sein 59 Jahre alter Ururenkel Charlie bezeichnet seinen Vorfahren als „abscheulichen Mann“, der eindeutig Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen habe. Das Beste, was die Familie tun könne, um die Welt zu verbessern, sei, sich zu entschuldigen. Die Gladstones gehören zu einer wachsenden Zahl von Nachkommen ehemaliger britischer Sklavenhalter, die für ihr durch Erbschaft erlangtes „weißes Privileg“ Reparationen in Form von Stiftungsgeldern für Bildungszwecke leisten, darunter 100.000 Pfund für ein Internationales Institut für Migrations- und Diaspora-Studien der Universität Guyana.

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