Tschernobyl lässt die DDR-Bürger zweifeln
Die Stasi-Berichte von 1986 zeigen: Der neue Kurs in Moskau galt in der DDR als Beleg für die eigene Fortschrittlichkeit, rief aber auch Kritik an der SED hervor.
Teile der Linkspartei sehen sich Antisemitismusvorwürfen ausgesetzt. Der real existierende Zionismus war schon im „real existierenden Sozialismus“ ein problematischer Topos.
Die Stasi-Berichte von 1986 zeigen: Der neue Kurs in Moskau galt in der DDR als Beleg für die eigene Fortschrittlichkeit, rief aber auch Kritik an der SED hervor.
Sein Bild ging um die Welt: Régis Bossu hat 1979 den Bruderkuss zwischen Breschnew und Honecker fotografiert. Es war nicht sein einziges symbolkräftiges Bild.
Absatzmarkt, Arbeitskräfte, Kaffeelieferant: Vor 75 Jahren knüpfte die DDR erste Beziehungen zu Vietnam, vor 50 Jahren folgte die Bundesrepublik. Die Chronik zeigt, wie das Land seitdem zu einem der wichtigsten Handelspartner in Südostasien wurde.
Vom WBS 70-Plattenbau bis hin zu spektakulären Fluchtvehikeln: Der ZDF-Dreiteiler „DDR genial“ betrachtet ostdeutschen Erfindergeist. Das geht ganz ohne Ostalgie.
Egon Krenz legt den finalen Band seiner Memoiren vor. Darin verklärt er erwartbar die DDR, die er als friedliebend bezeichnet. Dem muss widersprochen werden.
In Leipzig gab es die postsowjetische Limo „Wostok“ überall. Im Westen sucht unsere Autorin sie vergeblich. Eine Ode an eine perfekt-trotzige Brause – und was passiert, wenn Genuss verloren geht.
Die Kunst der untergegangenen DDR musste sich immer wieder neu gegen den politischen Druck des Regimes behaupten. Daraus entstand ihre einzigartige Qualität. Das zeigt eine Ausstellung in Potsdam.
Merz und die Migration +++ Angela Merkel +++ Der 31. Januar 2025
Ob Viktor Janukowitsch, Erich Honecker oder nun Baschar al-Assad: Die Wege mehrerer gestürzter Machthaber führten über Moskau. Andere verpassten die Chance zur Flucht.
1989 waren es nicht die Eliten auf beiden Seiten, es waren die Massen der friedlichen Revolution, die „Volk“ und „Nation“ unerwartet zur politischen Gestaltungskraft machten. Bis heute ist die Faszination dieser Ideen ungebrochen. Aber die unterschiedlichen Vorstellungen von Politik und Demokratie in Ost und West wiegen schwer.
Das Lied könne zu Missverständnissen führen, sagt Peter Brings von der Musikgruppe. Zudem nimmt er Stellung zur Diskussion rund um das Wort „Oberindianer“ in einem Lied von Udo Lindenberg.
Der „Oberindianer“ hätte DEFA-Star sein können.
Udo Lindenberg ist vor allem als Musiker bekannt. Seit 1996 malt er auch – und verwendet dabei eine spezielle Technik. Sein neuestes Gemälde zeigt Hamburgs Skyline, Container und Flamingos.
Viele Jahrzehnte lang verhinderten die ungarischen Kommunisten, dass DDR-Bürger fliehen konnten. Vor 35 Jahren war Schluss damit – mit einschneidenden Folgen. Eine Spurensuche in den Archiven der Geheimdienste. Ein Gastbeitrag
Der Zusammenbruch der DDR ist Lehrstück und Mahnung zugleich. Als Sozialstaat geriet sie vor 1989 geriet sie auf die abschüssige Bahn, die sich ergibt, wenn die Zusagen sozialer Sicherheit und die Erfordernisse der wirtschaftlichen Effizienz zu weit voneinander abgekoppelt werden.
Eine finnische Debütantin bereichert die Diskussion, wie über die DDR zu schreiben sei. Meri Valkama erzählt von einer Familie aus Helsinki im Ost-Berlin der Achtzigerjahre. Aus guten Gründen.
War der Diktator nur ein williger Erfüllungsgehilfe der sowjetischen Politik, oder gewann er im Laufe der Zeit eigenes Profil? Ein Buch gibt Antworten und hinterlässt Fragen.
Die Doku „Geheimdiplomat Bundeskanzler“ erzählt von einem DDR-Besuch im Mai 1988, der weithin unbekannt blieb. Helmut Kohl wollte keine Presse, keine offiziellen Termine. Die Stasi bot alles auf, doch Kohl drehte sein Ding.
Eine etwas zu sehr auf die Binnenperspektive der handelnden Politiker fixierte Geschichte der Überwindung der Teilung Deutschlands.
Der Kurzzeit-Staatsratsvorsitzende der DDR packt alle Legenden über sich und seinen Staat zwischen zwei Buchdeckel. Das ist zuweilen unfreiwillig komisch, aber bitterernst gemeint.
Das Kreuzworträtsel von Christian Meurer erscheint jede Woche am Freitag.
Was zierte das Kleid von Gillian Anderson? Muss ein Berliner Liebespaar ins Exil? Und geht es bei den Royals geschlechtergerecht zu? Die Herzblatt-Geschichten.
Der Regierende Berliner Bürgermeister steht zu seiner Liebe, auch wenn sie mit am Kabinettstisch sitzt. Er kann sich auf viele große Vorbilder berufen.
Lutz Rathenow schlug die DDR mit deren eigenen Mitteln: Nun erzählt er unter dem Titel „Trotzig lächeln und das Weltall streicheln“ sein Leben als bunte Sammlung von Episoden und Textgattungen.
Das Kreuzworträtsel von Christian Meurer erscheint jede Woche am Freitag.
Nein, es ist noch nicht Weihnachten. Aber auch das Thema Synodalität ruft Vergleiche mit Tieren der Krippe auf den Plan.
Bei der DDR-Jugend war Udo Lindenberg äußerst beliebt. Jahrelang bemühte der Rocksänger sich bei der SED-Führung um eine Tour durch Ostdeutschland – die ihn schließlich widerwillig für ein Konzert ins Land ließ.
Pastor Uwe Holmer beherbergte Anfang 1990 Erich Honecker und seine Frau Margot bei sich zuhause. Nun ist der Theologe im Alter von 94 Jahren verstorben.
Vor fünfzig Jahren fanden in Ost-Berlin die X. Weltfestspiele der Jugend statt. Was Honecker als Friedensmission ausgab, war tatsächlich ein politisch-ideologisches Manöver, in das auch unser Autor verwickelt wurde. Ein Gastbeitrag.
Auf tönernen Füßen +++ Verleugnung der Geschichte +++ Besinnung auf geistige Grundlagen +++ Keine Alternative zur Deputaterhöhung
Chile besiegte die Diktatur und zuletzt die Pandemie. Höchste Zeit, im europäischen Winter Hoffnung zu schöpfen und wieder ans andere Ende der Welt zu reisen.
Soziale Marktwirtschaft +++ Gespräch mit Isabel Schnabel +++ Gedenktage im neuen Jahr +++ Vorbereitung von Staatsstreich
Kohl, Schröder, Merkel: Alle hatten Momente, in denen sie nicht zögern durften. Scholz hatte einen solchen Moment gleich zu Beginn seiner Amtszeit. Bei den Energiepreisen aber wirkt er zögerlich.
Die DDR wollte bei den Olympischen Spielen 1972 die Überlegenheit des Sozialismus beweisen. Westdeutschland sollte „auf eigenem Boden“ geschlagen werden. Die DDR-Funktionäre überließen dafür nichts dem Zufall. Ein Gastbeitrag.
Der Maler Dmitri Wrubel war in der Kunstgeschichte ausgesprochen bewandert und blieb zu Unrecht ein One-Hit-Wonder. Sein berühmtestes Bild kennt allerdings jeder. Nun ist er mit 62 Jahren gestorben.
Der Unmut der Bürger über „Erichs Krönung“ war groß. Das lag nicht nur am Geschmack.