Weltfestspiele der Jugend 1973 : Die Stasi war der unsichtbare Regisseur

Vor fünfzig Jahren fanden in Ost-Berlin die X. Weltfestspiele der Jugend statt. Was Honecker als Friedensmission ausgab, war tatsächlich ein politisch-ideologisches Manöver, in das auch unser Autor verwickelt wurde. Ein Gastbeitrag.
Im Sommer vor fünfzig Jahren fanden die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ost-Berlin statt. Ich wusste damals nicht, dass ich gerade die Halbzeit meines Lebens in der DDR erreicht hatte. Tatsächlich habe ich die DDR von Anfang bis Ende erlebt, von 1950 bis 1990. Zuvor hatte ich zehn Jahre in Frankreich gelebt, wo ich als Kind jüdischer Eltern, die 1933 aus Berlin geflohen waren, zur Welt kam. Meine vierzig DDR-Jahre habe ich mit zunehmend kritischem Abstand erlebt, dabei lange, vielleicht zu lange, die Hoffnung auf Veränderbarkeit gehegt: Zunächst als Schüler, dann als Student, schließlich als Journalist, Wissenschaftler und Übersetzer unter anderem von Jean-Paul Sartre.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





