FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Prozess in Avignon :
„Man wird nicht pervers geboren“

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Nach dem Prozess am Mittwoch: Béatrice Zavarro (vorn), Gisèle Pelicot und deren Anwalt Stéphane Babonneau (links) vor dem Gericht in Avignon
Nach dem Prozess am Mittwoch: Béatrice Zavarro (vorn), Gisèle Pelicot und deren Anwalt Stéphane Babonneau (links) vor dem Gericht in AvignonAFP

Im Prozess von Avignon muss Dominique Pelicot mit der Höchststrafe rechnen. Béatrice Zavarro versucht, das noch abzuwenden. Wer ist die „Anwältin des Teufels“, wie sie sich selbst nennt?

Béatrice Zavarro ist „die andere Frau“ im Prozess von Avignon. Sie nennt sich selbst „die Anwältin des Teufels“. Der Teufel, das ist Dominique Pelicot, der die eigene Ehefrau betäubte und wohl mehr als 200-mal vergewaltigen ließ, von wildfremden Männern. Wie kann eine Frau einen solchen Mann verteidigen? Zavarro sagt, dass sie es natürlich „abscheulich“ findet, was Pelicot getan hat. Die Frau in sich schalte sie aber aus. Als Strafverteidigerin sei sie der Überzeugung, dass jeder Angeklagte das Recht auf ein faires Verfahren habe.

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