Theaterfestival Avignon :
Beats und böse Bücher

Von
Marc Zitzmann
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Verdoppelte Ratlosigkeit: Julien Gosselin setzt sein Publikum einer Castorf’schen Reizflut aus.
Verdoppelte Ratlosigkeit: Julien Gosselin setzt sein Publikum einer Castorf’schen Reizflut aus.Christophe Raynaud de Lage

Der hoch gehandelte Julien Gosselin überwältigt das Publikum beim Theaterfestival in Avignon mit einem Verschnitt aus Lautréamont und  Roberto Bolaño.

„Maldoror“ heißt das Stück, das Julien Gosselin zur Eröffnung der achtzigsten Ausgabe des Festival d’Avignon im Ehrenhof des Papstpalasts präsentiert hat. Der Titel verweist auf den namengebenden Antihelden von Lautréamonts 1868/69 verfassten „Gesängen des Maldoror“. Laut dem Herausgeber der französischen Pléiade-Ausgabe bildet der durch den jung verstorbenen Dichter geschmiedete Dreisilber eine Legierung aus Gold („or“), Horror sowie dem Bösen („Mal“) – kein Etikettenschwindel für den Reigen schwefliger Geister, mit dem Gosselin acht Abende lang je fast zweitausend Zuschauer fasziniert und verstört hat.

FAZ

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