Zum 100. Geburtstag :
Claude Simons Wege nach Deutschland

Von
Irene Albers
,
Wolfram Nitsch
Lesezeit:
Claude Simon auf einer Vortragsreise im Jahr 1971, fotografiert von Barbara Klemm. Die Porträts von Barbara Klemm prägen neben den 1989 in München entstandenen Fotos von Isolde Ohlbaum das Bild des Nobelpreisträgers in Deutschland bis heute.
Claude Simon auf einer Vortragsreise im Jahr 1971, fotografiert von Barbara Klemm. Die Porträts von Barbara Klemm prägen neben den 1989 in München entstandenen Fotos von Isolde Ohlbaum das Bild des Nobelpreisträgers in Deutschland bis heute.Barbara Klemm

Claude Simon, der 2005 verstorbene Nobelpreisträger für Literatur, war einer der großen Autoren des letzten Jahrhunderts. Ein Blick auf die Verbindungen, die seine Biographie und die Rezeption seines Werks mit Deutschland verknüpfen.

Claude Simon hat seine Arbeitsweise gerne mit der Suchbewegung eines Reisenden verglichen, der in einer unbekannten Stadt umherirrt und probiert, eine Karte zu erstellen: Das Schreiben erscheint als gewundener Weg, bei dem „Wort für Wort“ über Analogien und Differenzen aus formlosen Erinnerungen und Eindrücken ein Text entsteht. Jedes neue Wort wird zum „Bedeutungsknoten“ und die Metapher zur Leitfigur seines Schreibens.

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