F.A.Z. exklusiv : Schulz will Kanzler werden

Martin Schulz will nach F.A.Z.-Informationen nur dann als Außenminister nach Berlin kommen, wenn er auch die Kanzlerkandidatur übernehmen kann. Das setzt den SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel unter Druck.
Die Benennung eines Nachfolgers für den scheidenden Außenminister Frank-Walter Steinmeier setzt den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel unter Druck, früher als geplant in der Frage der Kanzlerkandidatur Farbe zu bekennen. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus dem SPD-Teil der Bundesregierung erfuhr, habe Gabriel das Auswärtige Amt, wie allseits erwartet, Martin Schulz, dem derzeitigen Präsidenten des Europäischen Parlaments, angeboten. Schulz wolle aber vor allem Kanzlerkandidat werden, heißt es. Er wolle mehr, wisse aber nicht, ob er nicht zu hoch pokere. Im Willy-Brandt-Haus wurde dieser Darstellung am Donnerstag widersprochen. Auch ein Sprecher von Schulz wies sie zurück. Am Donnerstagabend ließ Schulz die Frage nach einer möglichen Kanzlerkandidatur aber offen. Die SPD werde darüber zur gegebenen Zeit entscheiden, sagte er in Berlin.





