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Aktuelle Umfrage : Mehrheit der Deutschen bescheinigt Bundesregierung schlechten Start

  • Aktualisiert am

Schlechte Noten für die Bundesregierung Bild: dpa

Die Große Koalition kommt in der aktuellen Umfrage des Politbarometers schlecht weg. Auch zwei deutsche Spitzenpolitiker rutschen in der Beliebtheit ab. Eine klare Meinung haben die Befragten auch zum Syrienkonflikt.

          Insgesamt 77 Prozent der Deutschen bescheinigen der Großen Koalition einen schlechten Start. Für lediglich 17 Prozent war die deutsche Regierungsarbeit ein gelungener Auftakt. Dies geht aus der aktuellen Umfrage des Politbarometers hervor, die vom ZDF in Auftrag gegeben wurde.

          Auch die vorherige Große Koalition hatte nach der Mehrheit der Befragten einen schlechten Auftakt. Im Januar 2014 sahen aber nur 62 Prozent der Deutschen das Regierungshandeln als schlecht an, immerhin 29 Prozent positiv. Für die Zukunft der aktuellen Regierung erwarten 43 Prozent eine gute Zusammenarbeit, die Hälfte der Deutschen eine eher schlechte. Doch zwei Drittel der Befragten glauben daran, dass die neuerliche Koalition aus Union und SPD bis zum Ende, also bis zur Bundestagswahl 2021, durchhalten kann; ein Drittel bezweifelt das.

          Die Beliebtheitswerte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und des Bundesinnenministers Horst Seehofer (CDU) haben sich im aktuellen Politbarometer verschlechtert. Merkel rutscht auf der Skala von +5 bis -5 auf Platz drei mit 1,1 Punkten ab und teilt sich diesen mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), der neu in der Liste vertreten ist. Seehofer landet auf dem letzten Platz mit 0,1 Punkten. Abermals beliebtester Politiker ist Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) mit 1,9 Punkten. Auf dem zweiten Rang landet Sigmar Gabriel (SPD) mit einem Zähler von 1,3.

          Deutsche unterstützen strengere Flüchtlingspolitik

          60 Prozent der Deutschen stimmen Horst Seehofers Vorschlag für eine strengere Asylpolitik zu. Darunter sind die Mehrheit der CDU/CSU-Anhänger (68 Prozent Zustimmung), der FDP-Anhänger (82 Prozent) und der AfD-Anhänger (100 Prozent). Gegen eine schärfere Flüchtlingspolitik sprechen sich die Anhänger der Grünen (64 Prozent Ablehnung), der Linken (57 Prozent ) und der SPD (51 Prozent) aus. In der Frage, ob sich Seehofer mit seiner Position durchsetzen wird, sind die Deutschen gespalten. 45 Prozent glauben das, 51 Prozent nicht.

          Die Mehrheit der Deutschen befürchtet eine Verschärfung des Syrienkonflikts, wenn die Vereinigten Staaten tatsächlich Syrien angreifen sollten. Dies glauben 58 Prozent, nur 7 Prozent sehen darin die Lösung des Konflikts. Merkel hat die Beteiligung Deutschlands an einem Militärschlag bereits ausgeschlossen. 78 Prozent der Deutschen sind ebenfalls dagegen, nur 18 Prozent sind dafür. Zudem befürchten 56 Prozent, dass das Eingreifen der amerikanischen Streitkräfte zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen den Vereinigten Staaten und Russland führen würde. 38 Prozent glauben das nicht.

          Das Politbarometer wird von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Telefoninterviews fanden in der Zeit vom 10. bis 12. April statt. Zusätzlich wurden in einem Politbarometer-Extra am 12. April 972 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte zum Konflikt in Syrien befragt. Laut Forschungsgruppe Wahlen sind die Befragungen repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung Deutschlands.

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