Russische Propaganda : Putins Untergrabungskrieg

So groß die Herausforderung durch die Flüchtlingskrise auch ist – im Osten zeigt sich noch eine ganz andere Bedrohung. In der EU aber geht der Streit zur Freude des Kremls munter weiter. Ein Kommentar.
Und so sehen wir betroffen die Balkanroute zu und alle Fragen offen. Der auf dem EU-Gipfel erzielte und gepriesene „Durchbruch“ erinnert, wenn man sich die Klagelaute danach anhört, eher an die Art, die man in der Medizin zu vermeiden sucht. Wenn Österreich und die Balkan-Staaten Dank aus Berlin dafür erwartet hatten, dass sie noch rechtzeitig vor den Landtagswahlen den Flüchtlingsstrom zum Versiegen brachten, dann wurden sie jetzt eines Schlechteren belehrt. Wie wird das erst sein, wenn es nicht nur um technische und taktische Fragen geht, sondern um den zentralen Punkt, von dem die endgültige Vereinbarung mit Ankara abhängt: wer wie viele Tausend Flüchtlinge in einem geregelten Verfahren aus der Türkei aufnimmt? Die Bereitschaft dazu geht in vielen EU-Staaten gegen null. Soll Deutschland, nach der Atempause, wieder die Hauptlast tragen?






