Wenn Moskau überhaupt vom Assad-Regime in Syrien abrückt, so tut es das millimeterweise. Vor einigen Tagen prophezeite ein stellvertretender Außenminister ein nahes Ende des Diktators, ließ diese Äußerung aber postwendend dementieren. Jetzt sagte Präsident Putin während seiner Jahrespressekonferenz, Russland stütze Assad nicht, warnte aber gleichzeitig vor seinem Sturz - das lässt einen weiten Spielraum für Interpretationen.
In einem hat Putin aber recht: Wenig spricht dafür, dass Syrien nach einem Abgang Assads zu einem friedlichen Land würde. Zwar gibt es inzwischen eine vom Westen legitimierte „nationale Koalition“ der syrischen Opposition, aber die ist sich im Grunde nur über den Sturz Assads einig. Auf dem syrischen Schlachtfeld ist - Not kennt kein Gebot - jeder willkommen, der wirkungsvollen Widerstand gegen die Armee des Regimes leisten kann. Dazu gehören auch islamistisch-dschihadistische Gruppen, die sich auf Al Qaida berufen. Das Zögern des Westens, den Widerstand aufzurüsten, hängt auch damit zusammen, dass niemand will, dass die eigenen Waffen später gegen ihn selbst gekehrt werden.
putin und syrien
Otto Kaldrack (otto-jomtien)
- 21.12.2012, 11:11 Uhr
"... niemand will,
Branko Marusic (milan545)
- 21.12.2012, 09:58 Uhr
Islamismus versus Sozialismus
Horst Ziegler (pacificatore)
- 21.12.2012, 09:30 Uhr
Späte Erkenntnis
Hermenegild Seiler (Hermenegild)
- 21.12.2012, 07:10 Uhr
Weder Fisch - noch - Fleisch
Rolf Joachim Siegen (rolfS2)
- 21.12.2012, 07:08 Uhr
