Besuch beim Bataillon „Kiew 1“ : Keine Frauen, nur Soldaten

Ein Besuch bei freiwilligen Kämpfern, die im Osten der Ukraine den immer aussichtsloser erscheinenden Kampf gegen die Separatisten und deren russische Helfer führen.
Sanitäter, melden!“ Igor Gentjuk, Zugführer beim Bataillon Kiew 1, hat den Knopf des Funkgeräts losgelassen, wartet auf Antwort. Es ist Nacht in Slawjansk, am nordwestlichen Ende des umkämpften ostukrainischen Industriegebiets Donbass – und die Nachrichten sind schlecht. Die Russen rücken vor. Der Flughafen von Luhansk ist gefallen, und bei Ilowajsk ist das Bataillon „Donbass“ immer noch im Kessel. Fotos von zerschossenen ukrainischen Kolonnen, von verkohlten Toten schwirren durchs Netz. Unten an der Küste haben Kämpfer aus Russland ist vor wenigen Tagen Nowoasowsk genommen, und jetzt wartet jeder auf den entscheidenden russischen Vorstoß in Richtung Krim.


