Drogenhandel im Görlitzer Park : Ein Spalier aus Dealern

Der Görlitzer Park in Berlin ist kein Ort mehr für Familien. Viele junge Flüchtlinge verdienen sich dort mit Drogen ein paar Euro.
Nur durch ein Spalier junger Männer gelangt man in diesen Park. Wer ängstlich ist, betritt ihn gar nicht erst. Denn die Männer bieten aufdringlich den Kauf von Haschisch an, drehen die Musik auf, mustern die Passantinnen. Es ist leicht, sich über den „Görli“ aufzuregen, den Görlitzer Park als Sinnbild dessen aufzufassen, was an Kreuzberg befremdet. Eine gepflegte Grünanlage jedenfalls sieht anders aus. Die graffitibeschmierten Ruinen einer großen Brunnenanlage, die jahrelang nicht funktionierte, weil der Stein im harten Berliner Winter zerbröckelte, haben ihre Absperrung verloren und dienen als eine Art Amphitheater. An manchen Stellen wachsen die Sträucher so dicht, und das Gelände ist so unübersichtlich, dass es Angst macht. An allen Eingängen stehen junge Schwarze. Der Park ist laut, übernutzt, schmutzig.





