Trump und das Völkerrecht : Das Ende einer Ära?

Das amerikanische Eingreifen in Venezuela hat langfristige Folgen für die völkerrechtliche Ordnung. Die Europäer sollten sich auf ihre Stärken besinnen.
„Ich brauche kein Völkerrecht.“ Diese Aussage von US-Präsident Donald Trump dürfte in die Geschichtsbücher eingehen, wobei es heute offen ist, ob sie eines Tages als Beleg für den Untergang der Völkerrechtsordnung oder als Zeugnis einer beispiellosen Hybris eines autoritären Machthabers dienen wird. Zwar ging Trump in seinem Interview mit der „New York Times“ nicht so weit, dem Völkerrecht seine bindende Wirkung abzusprechen. Er erklärte sich aber zum Schiedsrichter darüber, wann rechtliche Grenzen für die USA gelten würden. Stoppen könne ihn nur seine Moral und sein Verstand.
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