Einschränkung der Leiharbeit : Regulierung nach Plan

Trotz der Flüchtlingskrise will Arbeitsministerin Nahles die Leiharbeit weiterhin einschränken. Ökonomen bezweifeln den Nutzen des Gesetzesentwurfes - und auch die Gewerkschaften können nicht zufrieden sein.
Am Anfang war Andrea Nahles die schnellste Ministerin des Kabinetts. Sie amtierte gerade mal ein halbes Jahr als Ressortchefin für Arbeit und Soziales, da hatte sie schon zwei Großgesetze auf den Weg gebracht: erst die Rente mit 63 für langjährig Beschäftigte, dann den Mindestlohn von 8,50 Euro für alle Arbeitnehmer. Nebenbei schenkte sie den Frauen von den Unionsparteien auch noch die Mütterrente. Der CDU-Wirtschaftsflügel war empört, viele Unternehmer und Ökonomen ebenfalls. Populär waren die Wahlgeschenke gleichwohl, wie Nahles eigens in Umfragen ermitteln ließ. Sie festigten ihr Image als hartleibige Exponentin des linken Parteiflügels, obwohl sie diesmal sogar im besten Einvernehmen mit Wirtschaftsminister und Parteichef Sigmar Gabriel handelte, der sonst gern mal den Genossen der Bosse gibt. Diesmal war die Aussöhnung mit den Gewerkschaften wichtiger.



