Entstehung der Währungsunion : Warum der Euro zu früh kam

Vor 20 Jahren gab die Bundesbank grünes Licht für eine Währungsunion – inklusive Italien. Interne Dokumente zeigen nun, wie sehr über die Entscheidung gestritten wurde. Viele Versprechen wurden gebrochen.
Alle Augen richteten sich auf die Bundesbank, als im Frühjahr 1998 die letzten Schritte in Richtung einer Europäischen Währungsunion getan wurden. Die Bundesbank sollte prüfen, ob eine Währungsunion mit elf Gründungsmitgliedern, darunter Italien, ein währungspolitisches Abenteuer oder eine vertretbare Entscheidung sei. Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hatte um die Stellungnahme gebeten. Zuvor hatte der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber monatelang ein Wort von der Bundesbank gefordert; er galt als hartnäckiger Eurokritiker.
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