https://www.faz.net/-gqe-8crmp

Weitere Nachrichten : Adidas beendet Sponsorenvertrag mit Leichtathletik-Verband

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

Twitter steht angeblich ein Manager-Exodus bevor. Das Kartellamt will die Pay-TV-Rechte für die Bundesliga aufteilen und HWWI-Chef Vöpel sieht das deutsche Erfolgsmodell unter Druck.

          6 Min.

          Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas beendet einem Bericht der britischen BBC zufolge vorzeitig seinen Sponsorenvertrag mit dem Leichtathletik-Weltverband IAAF. Grund sei der Doping- und Korruptionsskandal in dem Sport, berichtete der britische Sender am Sonntag unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise. Der Sponsorenvertrag wurde im November 2008 auf elf Jahre geschlossen und hat dem Sender zufolge ein Volumen von umgerechnet 7,4 Millionen Euro jährlich. Adidas ist der größte Sponsor des Verbandes. Eine Stellungnahme war zunächst weder vom Unternehmen noch vom Verband zu erhalten. (Reuters)

          Manager-Exodus bei Twitter

          Dem Kurznachrichtendienst Twitter steht einem Medienbericht zufolge ein Manager-Exodus bevor. Das amerikanische Unternehmen werde am Montag den Abgang von etlichen Spitzenkräften bekanntgeben, berichtet der Technologie-Blog Recode am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Medien-Direktorin Katie Jacobs Stanton, Produkt-Chef Kevin Weil und Technik-Chef Alex Roetter wollten unter anderen den Konzern verlassen. Weitere Änderungen in der Führungsetage seien geplant. Bei Twitter war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Zuletzt hatte das Unternehmen die Anleger mit unerwartet niedrigen Nutzerzahlen verschreckt. (Reuters)

          Kartellamt will Pay-TV-Rechte in Bundesliga aufteilen

          Das Bundeskartellamt will nach Informationen der F.A.Z. Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag) zufolge von der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine Nachbesserung des anstehenden Vergabeverfahrens für Senderechte verlangen. "No Single Buyer Rule" heißt die Forderung und bedeutet, dass ein einzelnes Unternehmen nicht alle Pakete kaufen darf. "Es ist richtig, dass wir nach wie vor in konstruktivem Dialog stehen mit der DFL", sagte ein Sprecher des Bundeskartellamts in Bonn. Details nannte er aber nicht. Die DFL wollte sich gar nicht äußern.

          Der Pay-TV-Anbieter Sky zeigt derzeit alle Partien sowie die Konferenzschaltungen live und besitzt damit ein exklusives Angebot. Seit dem Aus des Fußballs bei der Telekom ist Sky Monopolist. Die Einführung der "No Single Buyer Rule" würde das zukünftig verhindern. Mindestens ein Rechtepaket müsste die DFL bei einer Änderung durch das Kartellamt an ein anderes Medien-Unternehmen verkaufen.

          Die gewünschte Änderung würde automatisch zu einem neuen Bundesliga-Anbieter führen. Auch mit einem geringeren Angebot als Sky wäre ein Markteintritt möglich. Genau das dürfte das Ziel des Kartellamtes sein. Eine Gruppe um den ehemaligen Kirch-Mann Dieter Hahn, Aufsichtsratschef von Constantin Medien und unter anderem die Deutsche Telekom haben die Diskussion mit dem Kartellamt forciert. "Gerüchte kommentieren wir nicht", erklärte ein Sprecher der Deutschen Telekom. (dpa-AFX)

          HWWI-Chef sieht deutsches Erfolgsmodell unter Druck

          Die deutsche Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen, wenn sie künftig erfolgreich bleiben will. "Die heutigen Wettbewerbsvorteile gehen schnell verloren", sagte Henning Vöpel, Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Das bisher erfolgreiche Modell einer technologieorientierten, mittelständischen Exportwirtschaft werde durch die umfassende Digitalisierung und die Alterung der Gesellschaft infrage gestellt.

          Die Momentaufnahme des Erfolgs täusche über die mittelfristigen Bedrohungen des deutschen Wirtschaftsmodells hinweg. Die öffentlichen Investitionen in die digitale Infrastruktur und die privaten Investitionen der Unternehmen in Innovation seien zu gering. "In einer alternden Gesellschaft nimmt die Innovationsfähigkeit ab", erklärte der HWWI-Chef. Sie suche eher nach Bestandsschutz und Besitzstandswahrung. Ein warnendes Beispiel sei die japanische Gesellschaft, die trotz aller Bemühungen nicht aus ihrer Stagnation finde. (dpa-AFX)

          Weitere Themen

          Trump und Thunberg auf Konfrontationskurs Video-Seite öffnen

          Davos : Trump und Thunberg auf Konfrontationskurs

          Zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos ist der amerikanische Präsident Donald Trump auf Konfrontationskurs zur Klimaaktivistin Greta Thunberg gegangen. „Wir müssen die ewigen Propheten des Untergangs und ihre Vorhersagen der Apokalypse zurückweisen“, sagte er.

          Topmeldungen

          Eine Reisende am Dienstag am Pekinger Westbahnhof

          Corona-Virus : Vertuschung führt in die Katastrophe

          Angesichts der raschen Ausbreitung des Corona-Virus mahnt Chinas Führung zu Transparenz: Peking will beweisen, dass es mit der Krise verantwortungsvoll umgeht. Die Offenheit ist nicht allen geheuer.

          Impeachment-Regeln : Demokraten wittern Vertuschung

          Heute entscheidet der Senat, wie er Donald Trump den Prozess macht. Die Republikaner wollen die Sache schnell hinter sich bringen. Die Demokraten sagen: weil der Präsident viel zu verbergen habe.
          Der Finanzminister Olaf Scholz in Brüssel.

          Börsensteuer : In Gesprächen so weit wie nie

          Der Bundesfinanzminister Olaf Scholz widerspricht dem Eindruck, dass seine Pläne in der EU vor dem Scheitern stehen. Österreich droht dagegen offen mit Ausstieg. Der Minister spielt die Äußerungen herunter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.