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Weitere Nachrichten : Beamtenbund fordert deutlich mehr Geld für öffentlichen Dienst

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Bild: dpa

S&P senkt die Bewertung von Saudi-Arabien, Bahrain und Brasilien. Mexikos Zentralbank erhöht überraschend den Leitzins und Chinas Erzeugerpreise fallen schon das vierte Jahr in Folge.

          Der Beamtenbund dbb fordert höhere Gehälter für die rund zwei Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen. Die bevorstehende Einkommensrunde müsse die angespannte Lage im öffentlichen Dienst berücksichtigen, sagte dbb-Vizechef Willi Russ der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Mitarbeiter machten unter dem Druck der vielen Asylsuchenden in Deutschland einen verdammt guten Job, sagte Russ. Sie hätten nun Anspruch auf einen ordentlichen Zuschlag beim Gehalt. Der dbb und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wollen an diesem Donnerstag ihre Tarifforderungen beschließen. (dpa-AFX)

          S&P senkt Bewertung von Saudi-Arabien, Bahrain und Brasilien

          Die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat wegen der jüngsten Talfahrt der Ölpreise die Kreditbewertung von Saudi-Arabien deutlich gesenkt. Die Bewertung des wichtigen Ölförderlandes werde von "A+" um gleich zwei Stufen auf "A-" gesenkt, teilte die Agentur am Mittwoch mit. Den Ausblick für Saudi-Arabien setzten die S&P-Experten auf "stabil". Damit droht in den kommenden Monaten keine weitere Abstufung. Als Grund für die negativere Bewertung nannte die Agentur den Verfall der Ölpreise. Dieser habe einen starken Einfluss auf die weitere konjunkturelle Entwicklung und auf die Staatsfinanzen des Königreichs.

          Die Bewertung des Golfstaates Bahrain senkte S&P von zuvor "BBB-" ebenfalls um zwei Stufen auf "BB". Die Bewertung von Bahrain liegt damit im sogenannten Ramsch-Bereich, der besonders spekulative Anlagen kennzeichnet. Das in eine tiefe Rezession abgerutschte Brasilien stufte S&P von „BB+“ auf „BB“ ab. (dpa-AFX)

          Mexikos Zentralbank erhöht überraschend Leitzins

          Mexikos Notenbank hat am Mittwoch überraschend den Leitzins erhöht und damit der angeschlagenen Landeswährung Peso Auftrieb gegeben. Der Zins wurde um 50 Basispunkte auf 3,75 Prozent angehoben. Gleichzeitig griff die Bank direkt in den Devisenhandel ein und kaufte im großen Umfang Dollar, um den Peso zu stützen. Die Währung war in der vergangenen Woche auf ein Allzeit-Tief zum Dollar von 19,4480 Peso gefallen. Nach dem Zinsentscheid legte die mexikanischer Währung knapp fünf Prozent zu. Der Gouverneur der Banco de Mexico, Agustin Carstens, erklärte, dies sei aber nicht der Beginn einer Reihe von Zinserhöhungen. (Reuters)

          Chinas Erzeugerpreise fallen vier Jahre in Folge

          Die Erzeugerpreise in China sind zum Jahresauftakt abermals stark gefallen. Sie sanken im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent, nach 5,9 Prozent im Dezember. Es ist der 47. Monat in Folge, in dem die Preise auf Großhandelsebene zurückgehen, wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking berichtete. Dies gilt als Zeichen einer schwächeren Konjunktur. Die Verbraucherpreise legten im Vorjahresvergleich hingegen etwas stärker als noch im Dezember (1,6 Prozent) auf 1,8 Prozent zu. Den Anstieg der Inflation führten Experten vor allem auf steigende Nahrungsmittelpreise vor dem chinesischen Neujahrsfest Anfang Februar zurück. Insgesamt werden aber eher deflationäre Tendenzen gesehen. Volkswirte hatten sowohl bei den Erzeuger- als auch Verbraucherpreisen mit Werten in dieser Größenordnung gerechnet. (dpa-AFX)

          Japans Exporte sinken so stark wie seit vielen Jahren nicht mehr

          Japans Wirtschaft kämpft weiter mit einem schwachen Außenhandel. Im Januar sanken die Exporte zum vierten Mal in Folge. Zudem gingen die Ausfuhren so stark wie seit vielen Jahren nicht mehr zurück. Sie seien im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 Prozent gefallen, teilte das Finanzministerium am Donnerstag in Tokio mit. Im Dezember waren sie um 8 Prozent gefallen. Der Rückgang fiel höher aus als Experten erwartet hatten. Zum Jahresauftakt waren vor allem die Ausfuhren von Produkten nach China, dem wichtigsten Handelspartner des Landes schwach. Hier gingen die Exporte um 18 Prozent zurück. Aber auch die Verkäufe von Waren in andere Länder wie den Vereinigten Staaten oder die EU-Staaten liefen schleppend. An der Börse in Tokio ging es trotz der schwachen Daten bergauf. Hier setzte sich die Erholung der vergangenen Tage fort. Zudem setzen einige Investoren auf weitere Maßnahmen der Notenbank und Regierung, um die Wirtschaft anzukurbeln. (dpa-AFX)

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