Hundert Tage Trump : Meilensteine auf dem Weg ins Nirgendwo

Nach den ersten drei Monaten im Amt hat Trump wenig vorzuweisen – auch weil er es versäumt hat, Verbündete im Kongress zu suchen. Halten seine Wähler trotzdem zu ihm?
Die Bilder aus Donald Trumps vierzehnter Woche im Weißen Haus ähnelten denen der ersten. Nach Möglichkeit empfing der Präsident mehrmals täglich hochkarätige Gäste oder unterzeichnete vor laufenden Kameras Dekrete. Den Journalisten meldete das Weiße Haus pausenlos angebliche Meilensteine. Auf Twitter produzierte Trump serienweise Bosheiten wider die Demokraten. An diesem Samstag ist Trump hundert Tage im Amt. Also hat der gewiefte Selbstvermarkter noch einmal alle Register gezogen und verkünden lassen, nie zuvor habe ein Präsident in so kurzer Zeit so viel erreicht. Das Weiße Haus hält sich dabei an Trumps Erfolgsfibel. Als „wahrhaftige Überhöhung“ hatte der Bauunternehmer in „The Art of the Deal“ Aufschneidereien gerechtfertigt, die künftige Erfolge einfach vorwegnähmen.





