Trumps Truppenabzug :
Doch eine Strafaktion

Klaus-Dieter Frankenberger
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In der Greifen-Kaserne steht am 20. Februar ein Mitglied einer Vorhut der amerikanischen Truppen auf ihrem Weg zur Übung „Defender Europe 2020“.
In der Greifen-Kaserne steht am 20. Februar ein Mitglied einer Vorhut der amerikanischen Truppen auf ihrem Weg zur Übung „Defender Europe 2020“.dpa

Die Art, wie Amerikas Präsident mit Deutschland umspringt, ist nicht weit von Schutzgelderpressung und modernem Söldnertum entfernt. Für Russlands Präsident ist Trump der perfekte Keil innerhalb der Nato.

Immerhin braucht man kein Hirnschmalz darauf zu verwenden, ob der Abzug amerikanischer Truppen aus Deutschland einem strategischen Kalkül folgen könne. Es gibt nämlich keines. Es gibt nur das Strafbedürfnis des amerikanischen Präsidenten. Er hat es jetzt selbst eingestanden. Weil Deutschland das in der Nato verabredete Ziel, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungszwecke auszugeben, nicht erreiche, ziehe er rund 9500 Soldaten ab. Die vermeintliche Schwächung des Partners durch Schutzentzug – sieht so Führung im Bündnis aus? Das ist nicht weit von Schutzgelderpressung und modernem Söldnertum entfernt.

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