Mitt Romney : Nicht untergegangen

Im ersten Fernsehduell mit Präsident Barack Obama musste Mitt Romney über sich hinauswachsen, um eine Chance auf den Einzug ins Weiße Haus zu wahren. Das ist ihm geglückt. Ein Trendverstärker aber ist der Auftritt nicht.
Wenn diese mit Anstand geführte Fernsehdebatte tatsächlich die letzte Chance war, der Wahl vielleicht noch eine Wende zu geben, dann hat Mitt Romney sie nicht verstreichen lassen. Die Latte war für den republikanischen Herausforderer Präsident Barack Obamas ziemlich hoch gelegt worden; ja, sie wurde zur politischen Existenzfrage ausgerufen: Wachse Romney nicht über sich hinaus, dann sei die Wiederwahl Obamas so gut wie sicher. Die Amerikaner erlebten jetzt einen Herausforderer, der sich vor einem nationalen Publikum als ebenbürtig erwies, mit dem der Amtsinhaber, dessen argumentative Fähigkeiten bekannt sind, nicht den Boden aufwischen konnte. Das war schon etwas, jedenfalls mehr, als erwartet worden war. Es dürfte Wähler geben, welche die Frage, ob Romney das Zeug zum Präsidenten hat, jetzt mit Ja beantworten werden - jene bis dahin unentschiedenen Wähler, die besonders umworben werden und auf deren Stimmen es mutmaßlich ankommt.






