Kommentar zu Kelly-Entlassung :
Er lässt sich nicht einhegen

Andreas Ross
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Der bisherige Stabschef im Weißen Haus, John Kelly, Anfang Februar zusammen mit Präsident Donald Trump
Der bisherige Stabschef im Weißen Haus, John Kelly, Anfang Februar zusammen mit Präsident Donald TrumpAFP

Trumps Stabschef John Kelly verlässt das Weiße Haus Ende des Jahres. Doch auch sein Nachfolger wird darunter leiden, dass der amerikanische Präsident ist, wie er ist – und dass er auf seine Art um seine Wiederwahl kämpft.

Reince Priebus, Donald Trumps erster Stabschef, formuliert es so: Im Weißen Haus gebe es nur einen „Chief of Staff“, und das sei der Präsident. Sich selbst bezeichnet Priebus rückblickend als „Chief of Stuff“ – den Mann, an dem aller möglicher Kram hängengeblieben sei, der aber nie ein Mandat zur Disziplinierung gehabt habe.

Im Sommer 2017 hatte sich zwar selbst Trump an den Grabenkämpfen sattgesehen und Priebus durch den pensionierten Vier-Sterne-General John Kelly ersetzt. Doch schon bald sehnte er sich das Chaos zurück. Insofern ist weniger Kellys von Trump nun angekündigter Abschied erstaunlich als der Umstand, dass es erst jetzt dazu kommt.

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Zwar wird nun wieder geklagt, dass Amerika im Herzen der Macht einen Patrioten von Format verliere, der Schlimmeres verhindert habe. Das aber sollte man nicht überschätzen: Trump lässt sich nicht einhegen.

Darunter wird auch Kellys Nachfolger leiden. Erst recht in einer Zeit, in der sich die „Russland-Untersuchung“ zuspitzt, die Demokraten eine Kongresskammer kontrollieren und Trump um seine Wiederwahl im Jahr 2020 kämpft – auf seine Art.

AFP

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