Vor viertem Kriegsjahr : Die Zuversicht der Ukrainer ist weg

Russlands Gleitbomben steigern in der Ukraine die Opferzahl – und den Pessimismus. Immer mehr Menschen wollen sich mit Gebietsverlusten abfinden.
Als Russland am vergangenen Donnerstag eine Gleitbombe auf die ukrainische Großstadt Saporischschja abwarf, war das eine Meldung, die fast unterging in den täglichen Nachrichten aus diesem Krieg. 13 Zivilisten kamen dabei ums Leben, mehr als hundert wurden verletzt. Einem Bericht der UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine zufolge verursachte die Bombe die höchste Zahl an zivilen Opfern seit zwei Jahren bei einem einzelnen Angriff. Die russische Armee hatte sie mitten in den Nachmittagsschichtwechsel eines Unternehmens geworfen, sodass viele Mitarbeiter getroffen wurden, die entweder auf dem Weg nach Hause oder zur Arbeit waren.
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