Habermas zur Ukraine :
„Ein Krieg gegen eine Atommacht kann nicht ,gewonnen‘ werden“

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Jürgen Habermas im Jahr 2012 in Wiesbaden
Jürgen Habermas im Jahr 2012 in WiesbadenFrank Röth

Jürgen Habermas überraschte in seinen letzten Lebensjahren mit Kritik an der westlichen Ukrainepolitik. Dabei stand er an der Seite Kiews – und forderte Gespräche mit dem Kreml.

Es mögen Zeiten sein, in denen viele glauben, Argumente nicht kennen zu müssen, um zu wissen, wofür jemand steht. Wieder wird behauptet, es zählten nur Interessen, die sich erkennen ließen, wenn man nur wisse, wo jemand steht. Jürgen Habermas hat diese Haltung „sogenannten Realismus“ genannt, eine Art außenpolitische Identitätspolitik: Im Interessenkonflikt prallen Standpunkte aufeinander, es gewinnt der mächtigere – Mittelwege und Kompromisse gibt es nicht. Dagegen setzte der Philosoph Jürgen Habermas als Intellektueller in der Debatte über die Unterstützung der Ukraine noch einmal das Argument, das Ringen um Verständigung.

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