Leben in Charkiw : Putins Bomben haben alles verändert

Charkiw im Osten der Ukraine wird seit drei Jahren von Angriffen überzogen. Heute findet das Leben hier im Untergrund statt – auch für die Schüler.
Die Tür ist aus zwanzig Zentimeter starkem, schwarz gestrichenem Stahl und nur über einen drehbaren Doppelgriff zu öffnen. Was aussieht wie der Weg in den Tresorraum einer Bank, ist der Eingang zur 153. Gesamtschule in Charkiw. Er liegt acht Meter unter der Erde und ist über drei Treppenlängen zu erreichen. Vor der Tür befindet sich die Garderobe, wo an diesem kalten Februartag Anoraks und Wollmäntel sowie dicke Winterstiefel abgestellt sind. Hinter der Tür liegen zwei lange Flure mit Klassenzimmern, Toiletten und einer kleinen Cafeteria.
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