Hilferuf aus Thüringen : „Kapazitäten zur Flüchtlingsunterbringung sind aufgebraucht“

Thüringens Kommunen haben kaum noch Kapazitäten, um Flüchtlinge unterzubringen. Erschwerend kommt die Ankunft vieler Roma-Großfamilien aus der Ukraine hinzu.
Martina Schweinsburg ist Landrätin im ostthüringischen Greiz und bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Als Präsidentin des thüringischen Landkreistags schickte die CDU-Politikerin jetzt einen Brief an den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke), in dem sie angesichts des Zustroms ukrainischer Flüchtlinge mit drastischen Worten vor einem Kollaps warnte. Die tatsächlichen Möglichkeiten der Landkreise, die ukrainischen Flüchtlinge angemessen unterzubringen, seien erschöpft. Die teilweise Unterbringung in Schulturnhallen könne keine dauerhafte Lösung sein und werde „von der Bevölkerung zunehmend kritisch gesehen bzw. auch nicht mehr akzeptiert“, heißt es in dem Schreiben. „Unsere Kapazitäten sind aufgebraucht. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand!“


