Politische Bücher :
Die Eskalationsstufen des Rechtsterrorismus

Von
Dominik Geppert
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Das Oktoberfest in München nach dem Anschlag am 26. September 1980: Durch eine Bombenexplosion wurden 13 Personen getötet und mehr als 200 verletzt.
Das Oktoberfest in München nach dem Anschlag am 26. September 1980: Durch eine Bombenexplosion wurden 13 Personen getötet und mehr als 200 verletzt.dpa

Die Historikerin Barbara Manthe legt eine Zwischenbilanz zur Geschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik vor. Seine Konturen verwischt die Darstellung jedoch bisweilen.

Die neonazistischen Serienmörder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die zwischen Ende der 1990er-Jahre und 2011 mithilfe ihrer Komplizin Beate Zschäpe zehn Menschen kaltblütig umbrachten und sich am Ende selbst töteten, haben das Bild des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik verändert. Ihre postume Enttarnung als „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) legte gravierende Ermittlungspannen bei der Polizei und dem Verfassungsschutz offen. Sie zeigte, wie schwer sich die Sicherheitsbehörden damit taten, die rechtsextremistische Szene richtig einzuschätzen und wirksam zu bekämpfen. Die Bevölkerung reagierte mit Mahnwachen und Demonstrationen. Politiker versprachen lückenlose Aufklärung. Im Bundestag und acht Landesparlamenten beschäftigten sich Untersuchungsausschüsse mit dem NSU.

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