Klaus Schroeder: Der SED-Staat :
Schroeders Dritte

Von
Karl Wilhelm Fricke
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Großer Wachaufzug der NVA (Wachregiment „Friedrich Engels“) in Berlin vor dem Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus am 11. Februar 1987.
Großer Wachaufzug der NVA (Wachregiment „Friedrich Engels“) in Berlin vor dem Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus am 11. Februar 1987.Abbildung aus dem besprochenen Band

Den SED-Staat definiert der Politikwissenschaftler als „(spät-) totalitären Versorgungs- und Überwachungsstaat“, eine in der Zunft nicht unumstrittene Formulierung. Immerhin deutet sie implizit die Ursache an, aus welcher der DDR-Sozialismus gescheitert ist.

Nicht nur mit Blick auf den DDR-nostalgischen Geschichtsrevisionismus, der fortwährend neue Sumpfblüten treibt, tat Klaus Schroeder gut daran, sein vor fünfzehn Jahren erstmalig erschienenes Werk „Der SED-Staat“ in dritter Auflage herauszubringen, und zwar erheblich erweitert und überarbeitet. Denn sein Buch offeriert ein realistisches DDR-Bild ohne historische Fehlwahrnehmungen, Legenden und Verfälschungen. Dank der Einbeziehung neuer Themenfelder wuchs der Umfang im Vergleich zur Erstauflage um rund 350 Seiten. Entstanden ist ein geradezu enzyklopädisches Werk zu Geschichte und Strukturen der zweiten Diktatur in Deutschland.

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